Trickbetrug

Trickbetrug ist mithilfe einer Täuschung durchgeführter Betrug. Dabei stehlen die Betrüger nicht nur Bargeld, Schmuck, Handys und andere Wertgegenstände, sondern auch Bank- und andere Kundendaten ihrer Opfer.

Trickbetrug und Trickdiebstahl

Bei Trickbetrug handelt es sich in vielen Fällen um Trick- bzw. Taschendiebstahl. Auf der Straße, in Geschäften, Bussen und Bahnen oder auf überfüllten Plätzen lenkt der Täter sein Opfer durch vermeintlich unabsichtliches Anrempeln oder geschickte Fragen ab, um unbemerkt dessen Geldbörse oder Wertgegenstände zu stehlen.
Die meist jungen Trickbetrüger sind raffiniert und arbeiten häufig in Gruppen. Durch ausgeklügelte Täuschungsmanöver erschleichen sie sich das Vertrauen ihrer Opfer und haben dabei vor allem ältere Menschen im Visier. Zusätzlich zum „gewöhnlichen“ Trickdiebstahl entstehen jedoch auch immer kreativere Formen von Trickbetrug – vom so genannten Enkeltrick bis zum Skimming an Bankautomaten.

Verbreitete Formen von Trickbetrug

  • Trickbetrug am Geldautomaten: Während des Abhebevorgangs lenkt der Täter sein Opfer ab und bedient sich dabei unbemerkt am Geldausgabefach des Automaten.
  • Skimming: Vorwiegend Geldautomaten (aber auch Kontoauszugdrucker, Überweisungsterminals oder Kartenlesegeräte in Geschäften) werden von Betrügern manipuliert, um Kundendaten abzuschöpfen.
  • Phishing (Bankdatendiebstahl im Internet): Zugangsdaten von Online-Banking, Versandhäusern, Internet-Auktionshäusern etc. werden „abgefischt“, indem das Opfer auf eine gefälschte Webseite gelockt wird.
  • Enkeltrick: Der Betrüger gibt sich am Telefon als naher Verwandter (etwa Enkel oder Neffe) des in der Regel älteren Opfers aus und täuscht eine Notlage vor, um an dessen Geld oder Wertgegenstände zu gelangen.
  • Haustür-Trick: Die Täter dringen unter verschiedensten Vorwänden in die Wohnung ihrer Opfer ein (z. B. vorgetäuschter Unfall oder Bitte, die Toilette benutzen zu dürfen).
  • Supermarkt-Trick: Der Täter fragt sein Opfer im Supermarkt nach einem bestimmten Produkt und bedient sich, während es danach sucht, an dessen Handtasche.
  • Kaffeefahrten: Auf organisierten Fahrten mit dem Bus oder Schiff ist eine Verkaufsveranstaltung angeschlossen, die den Teilnehmern nicht einlösbare Gewinne verspricht.
  • Hütchenspiel (vorwiegend in Fußgängerzonen von Großstädten): Durch geschickte Manipulation ist es dem Opfer in diesem vermeintlich einfachen Geschicklichkeitsspiel nicht möglich, zu gewinnen.

Schockanrufe

Eine ganz neue Methode von Trickbetrug, die vom Prinzip her dem Enkeltrick ähnelt, sind die so genannten Schockanrufe. Hierbei geben sich die Betrüger als Anwälte aus und gaukeln vor, ein Angehöriger des Angerufenen habe einen schweren Unfall verursacht. Dabei sei ein Kind verunglückt, es müsse sofort operiert werden. Bei sofortiger Zahlung der Kosten werde die Familie des Kindes keine Anzeige erstatten, andernfalls komme der Unfallverursacher ins Gefängnis. Wenig später klingelt ein Komplize des Täters an der Tür, um das Geld abzuholen.
(KL)

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