Wichtiges in Kuerze
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Wichtiges in Kürze

Von Gunhild v. d. Groeben, Journalistin, Mainz

 

 

Termine


Die 51. Münchener Sicherheitskonferenz (Munich Security Conference) findet vom 6. bis 8.2.2015 in München statt. Mehr: https://www.securityconference.de
Der 18. Europäischer Polizeikongress 2015 zum Thema
„Herausforderungen und Grenzen der Sicherheit in Freiheit – Infrastruktur und Architektur europäischer Sicherheit“ findet von 24.-25. 2. 2015 im Berlin Congress Center (bcc) statt. Mehr: http://www.european-police.eu

 

Erfolgreicher Prototyp: Zehn Jahre GTAZ


Das Gemeinsame Terrorismus Abwehrzentrum (GTAZ) blickt auf zehn Jahre erfolgreiche behördenübergreifende Kooperation zurück. Es wurde Ende 2004 als Kooperations- und Kommunikationsplattform der Sicherheitsbehörden zur Bekämpfung und Verfolgung des islamistischen Terrorismus eingerichtet. Ziel war die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Polizei- und Nachrichtendiensten sowie zwischen Bundes- und Landesbehörden. Nach Einschätzung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat das GTAZ „herausragende Arbeit“ geleistet. Die Bündelung von Fachwissen sei so erfolgreich, dass zehn Anschläge hätten verhindert werden können, hieß es bei der Geburtstagsfeier.
Beteiligt am GTAZ sind neben BKA, BfV und BND alle 16 Landeskriminalämter und Landesverfassungsschutzbehörden sowie die Bundespolizei, das Zollkriminalamt, der MAD, das BAMF und der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof.
Nach dem Vorbild des GTAZ wurde Ende 2012 das Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrums (GETZ) gegründet, wo die Themen Rechts-, Links-, Ausländerextremismus und -terrorismus sowie Spionage bearbeitet werden. Im GIZ (Gemeinsames Internetzentrum) arbeiten die Sicherheitsbehörden des Bundes zusammen. Mehr: www.bmi.de  www.heise.de

 

Lagebericht: OK an der Haustür


Die Bedrohung durch Organisierte Kriminalität (OK) sei weiterhin hoch, hielt Innenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Lageberichtes OK 2013 fest. OK sei weltweit ein nicht zu unterschätzender destabilisierender Faktor. Der Lagebericht OK könne angesichts der vermuteten großen Dunkelfeldes nur ein unzureichendes Bild der Situation in Deutschland wiedergeben.
OK sei in Deutschland inzwischen „an der Haustür angekommen“, meinte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Eigentumsdelikte würden oft nur scheinbar von Einzelpersonen verübt, häufig steckten Banden dahinter.
Den größten Anteil an Straftaten nimmt laut OK-Bericht 2013 des Bundeskriminalamtes (BKA) der Rauschgifthandel mit 35,2 Prozent ein, gefolgt von Eigentumsdelikten (16 Prozent) und Wirtschaftskriminalität (13,1). Aber auch andere Kriminalitätsfelder sind involviert, beispielsweise Kfz-Diebstahl, Telefonbetrug. Geldwäsche, Menschenhandel, Prostitution, Internetbetrug.
Drei Tätergruppen werden im Bericht besonders hervorgehoben: Beinahe jedes achte OK-Verfahren stehe im Zusammenhang mit Motorradrockern (Hells Angels, , Bandidos, Gremium). Bei den Ersmittlungen gegen italienische OK-Straftaten stelle die Ndrangheta einen Schwerpunkt dar. Die dritte große Gruppe bildeten russischsprachige Banden und Straftäter. Mehr: www.bka.de 

 

Precobs: Algorithmen gegen Verbrechen

 


„Daten und Taten“ miteinander so verknüpfen, dass ein Computerprogramm prognostizieren kann, wo wahrscheinlich Straftaten stattfinden werden – das ist das Ziel von Precobs. Die Computer-Software für die Polizei wurde von Thomas Schweer und Ralf Middendorf entwickelt, Sozialwissenschaftler der eine, Informatiker der andere. Precobs ist eine von mehreren Technologien, die unter dem Begriff Predictive Policing – voraussagende Polizeiarbeit – zusammengefasst werden. Predictive Policing beginnt gerade, sich als zusätzliches polizeiliches Arbeitsinstrument zu etablieren.
Das Softwareprogramm Precobs wird zur Zeit an zwei Standorten der bayerischen Polizei getestet. Mehr: www.ifmpt.de, www.sueddeutsche.de

 

Neu an der BKA-Spitze: Holger Münch folgt Jörg Ziercke

 

Der bisherige Bremer Staatsrat für Inneres, Holger Münch, ist neuer Chef des Bundeskriminalamtes (BKA). Sein Vorgänger im Präsidentenamt, Jörg Ziercke, war nach zehn Jahren an der Spitze des BKA Ende November in den Ruhestand gegangen. Ziercke, der seine Karriere als Streifenbeamter begann, galt als ausgewiesener Fachmann und war über alle Parteigrenzen hinweg hoch geschätzt. „Vier Innenminister verschiedener Parteien fanden seine Dienste als BKA-Präsident unentbehrlich, seine Leistungen untadelig – das ist noch nie vorgekommen“, schrieb „Die Zeit“ über ihn.
Holger Münch hat Kriminalpolizist von der Pike auf gelernt. Bevor er als Staatsrat Stellvertreter des Bremer Innensenators wurde, hatte er u. a. das LKA Bremen geleitet und war Bremens Polizeipräsident. Mehr: www.bmi.bund.de, www.bka.de

 

Niedersachsen transparent: Polizei outet Videoüberwachungsanlagen.



Was in anderen Bundesländern gefordert wird, setzt Niedersachsen um: Jeder kann im Internet nachschauen, wo die Polizei im öffentlichen Raum Videoüberwachungsanlagen installiert hat. „Das neue Videoanlagenkataster führt zur größtmöglichen Transparenz in diesem Bereich der polizeilichen Arbeit“, so der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. Im Kataster der niedersächsischen Polizei, das zukünftig laufend aktualisiert wird, sind alle 114 Standorte der polizeilichen Videoüberwachungsanlagen mit insgesamt 124 Videokameras genau aufgeführt. Mehr: http://www.polizei.niedersachsen.de

Interdisziplinäre Forensik: Neues Zentrum in Mainz



An Studierende und Forschende, aber ebenso an Praktiker wenden sich die Angebote des neu gegründeten Zentrums für Interdisziplinäre Forensik (ZIF) an der Universität Mainz. Ziel des ZIF ist es, die Zusammenarbeit, das Vernetzen und das Verständnis zwischen Juristen, Kriminologen und Psychologen zu optimieren. „Rechtswissenschaft, Psychologie und Kriminologie weisen in zahlreichen Bereichen Berührungspunkte und Überschneidungen auf. In der beruflichen Praxis sind die Beteiligten vor allem im Familienrecht (z.B. im Hinblick auf Fragen des Sorge- und Umgangsrechts oder der Kindeswohlgefährdung) und im Strafrecht (z.B. bei Fragen der Kriminalprognose oder der Schuldfähigkeit) zur Lösung konkreter Probleme auf psychologisches und kriminologisches Wissen angewiesen“, so die Initiatoren. Das Mainzer Zentrum soll die bisherige Ausbildung in den beteiligten Fachbereichen ergänzen und eine Anlaufstelle für Forscher, Lehrende und nicht zuletzt Praktiker auf diesem Gebiet sein.
Mehr: www.blogs.uni-mainz.de/zfi-forensik/2014/08/21/251/

 

Sicherheitsforschung: Komplexe Systeme widerstandsfähig machen



Resilienz war das Hauptthema der diesjährigen Konferenz Berliner Future Security, die sich inzwischen als führende Konferenz zur Sicherheitsforschung etabliert hat, wie heise online berichtet.
In diesem Sinne ist Resilienz laut heise online „definiert als Widerstand gegen Angriffe auf eine Gesellschaft, aber auch als Fähigkeit derselbigen, die Angriffe abzuwehren oder zu verkraften und möglichst schnell zum Alltagsleben zurückzukehren: Der Notfall soll dank guter Planung zum Nichtfall werden.“
Vorgestellt wurde in Berlin unter anderem auch das europäische Forschungsprojekt Secure-ED. Untersucht wird in dessen Rahmen die flexible Nutzung von Video-Informationen durch Leitstellen der Polizei und der Sicherheitsdienste.
Mehr: www.heise.de, http://www.future-security2014.de

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