Kriminalwissenschaft
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Subjektive Sicherheit und Bewertung der...

Subjektive Sicherheit und Bewertung der Polizeiarbeit in Ostsachsen
Von Prof. Dr. Joachim Burgheim, Diplompsychologe, FHöV NRW, Abteilung Gelsenkirchen und
Prof. Dr. Anton Sterbling, Diplomsoziologe, Fachhochschule für Polizei Sachsen


Prof. Dr. Joachim Burgheim,
Diplompsychologe
FHöV NRW
Abteilung Gelsenkirchen

1. Zweck und Anlage der Untersuchung

Mit der vorliegenden Studie wird eine Forschungsreihe fortgesetzt und vorläufig zum Abschluss gebracht, die 1998 durch das vom sächsischen Staatsminister des Inneren ins Leben gerufene „Aktionsbündnis – Sichere Sächsische Städte“ initiiert wurde. Die beiden säch-
sischen Städte Hoyerswerda und Görlitz nahmen die Gelegenheit wahr, durch ein empirisch abgesichertes Profil der subjektiven Sicherheitslage ihrer Bürger Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Verbesserung der kommunalen Präventionsarbeit und somit der Lebensqualität herbei zu führen (Burgheim & Sterbling 1999, 2000 a und 2000 b). Die 1998 durchgeführte Bevölkerungsbefragung in Hoyerswerda wurde 2002 wiederholt und ergab eine leichte Verbesserung der Sicherheitslage, so weit sie durch die subjektive berichtete Furcht vor einer Kriminalisierung abgebildet wird, und der allgemeinen Lebensqualität (Sterbling & Burgheim, 2003; Burgheim & Sterbling, 2003).


Prof. Dr. Anton Sterbling,
Diplomsoziologe
Fachhochschule
für Polizei Sachsen

Die 1999 in Görlitz durchgeführte Bevölkerungsbefragung wurde im Jahr 2004 wiederholt, wozu in etwa der gleiche Erhebungsbogen verwendet wurde, der schon bei den vorausgegangenen Untersuchungen eingesetzt worden war. Die Bögen wurden an eine zufällig ausgewählte Stichprobe von 2000 Görlitzer Bürgern verschickt. Von über 900 zurückgesandten Bögen konnten 890 in die endgültige Analyse einbezogen werden, womit eine Nettorücklaufquote von 44,5 Prozent erreicht wurde.

2. Darstellung der Ergebnisse

Die Entwicklung der Verbrechensfurcht
Die Ergebnisse der gesamten Studie sind an anderer Stelle publiziert (Sterbling & Burgheim, 2005 a). Hier sollen hauptsächlich die Resultate der Fragenkomplexe wiedergegeben werden, mit denen die subjektiv empfundene Furcht, Opfer einer strafbaren Handlung zu werden, erfasst wurde, und die sich auf das Anzeigeverhalten der Bürger und deren Bewertung der Polizeiarbeit beziehen. Die Furcht vor einer Opferwerdung muss nicht mit der tatsächlichen Bedrohungssituation korrespondieren und ist ungleich in der Bevölkerung verteilt. Sie hängt stark von der persönlichen Situation sowie von den früheren Erfahrungen ab und ist gleichzeitig ein Maß für die Einschränkung der Lebensqualität (so u. a. Bilsky, 1996; Boers, 1993; Burgheim & Sterbling, 1999, S. 15 ff.; Reuband, 1992). Die Einschätzung der Ausprägung und der Veränderung dieses Parameters zwischen den beiden Untersuchungszeiträumen wurde wieder auf drei Ebenen, nämlich der emotionalen, der rationalen und der verhaltensbezogenen (konativen) vorgenommen.

Die früheren Untersuchungen hatten gezeigt, dass in den beiden sächsischen Städten Görlitz und Hoyerswerda die Verbrechensfurcht Ende der 1990er Jahre noch deutlich über den Werten lag, die in den alten Bundesländern ermittelt worden waren (Burgheim & Sterbling, 1999; Burgheim & Sterbling, 2000). In Hoyerswerda hatte sich vier Jahre später eine leichte Verbesserung dieser Situation abgezeichnet (Sterbling & Burgheim, 2003; Burgheim & Sterbling, 2003). Der hier begonnene Trend hat sich nun in Görlitz deutlich fortgesetzt. Die emotionale Seite der Verbrechensfurcht wurde u. a. mit Hilfe des sog. Standarditems (Boers, 1993) gemessen („Wie sicher fühlen Sie sich oder würden Sie sich fühlen, wenn Sie hier in Ihrer Wohngegend nachts draußen alleine sind bzw. alleine wären?“). Die Antwortmöglichkeiten auf der vierstufigen Skala reichten von „sehr sicher“ über „ziemlich sicher“, „ziemlich unsicher“ bis „sehr unsicher“. Über die Hälfte der Befragten fühlte sich nun überwiegend sicher („sehr sicher“ und „ziemlich sicher“), während es bei der Vergleichsuntersuchung nur etwa 30 Prozent gewesen waren. Besonders deutlich zeigt sich diese Veränderung in der Kategorie „ziemlich sicher“, in der sich eine Verbesserung um nahezu 20 Prozentpunkte ergab.Auch die rationale Risikoeinschätzung („Wie oft denken Sie daran, selbst Opfer einer Straftat zu werden?“) spiegelt eine entspannte Sicherheitslage wider. Von knapp 13 auf knapp 23 Prozent stieg der Anteil der Befragten, die sich nie mit solchen Gedanken beschäftigen, während nur noch zwei Prozent im Gegensatz zu fast 6 Prozent bei der Erstbefragung „sehr oft“ daran denken. Auch in den Antwortkategorien „oft“ und „manchmal“ ging die Zahl der Nennungen leicht zurück. Kury u. a. (2004) berichten in einer vergleichbaren Studie aus der südbadischen Stadt Rottweil, dass 13,9 Prozent der befragten Bürger angaben, „sehr oft“ oder „oft“ Angst zu haben, Opfer einer Straftat zu werden, „manchmal“ fürchten sich 58,6 Prozent. Diese Antwortverteilung ist nahezu identisch mit der in der vorliegenden Studie.
Schaut man sich die dritte Ebene der Verbrechensfurcht an, so lässt sich erkennen, dass der bislang beschriebene Rückgang der Viktimisierungsfurcht mit dem Verhalten der befragten Bürgerinnen und Bürger korrespondiert. So sank zwischen den beiden Untersuchungszeitpunkten der Anteil derjenigen, die sich aus Angst vor einer Viktimisierung bei ihrem letzten Ausgang hatten begleiten lassen, von 37,3 auf 27,3 Prozent. Auch die Weigerung, überhaupt abends noch die Wohnung oder das Haus zu verlassen, ging bei 2 Prozent der Befragten zurück. Der Anteil derjenigen, die bestimmte Straßen oder Orte meiden, um das Risiko einer Viktimisierung zu verringern, reduzierte sich von 43 auf 39 Prozent. Dass dieser Rückgang nicht so deutlich ausfällt wie die anderen Furchtwerte, mag in einer differenzierten Wahrnehmung der Bürger von Görlitz liegen, die weniger durch eine allgemeine Verunsicherung geprägt ist als durch eine gezielte Identifizierung der Gefährdungsschwerpunkte und einer darauf ausgerichteten Verhaltenskontrolle.
Außerdem fällt auf, dass sich insgesamt bei allen Fragen zu dem bisher besprochenen Komplex der Anteil derjenigen leicht verringerte, die keine Angaben machten. Auch dies darf als Indiz einer verbesserten (Selbst-)Sicherheit der befragten Bürger verstanden werden.

Geschlechts- und alterstypische Besonderheiten
Hinsichtlich der Verteilungsunterschiede zwischen den beiden Geschlechtern wurde erneut bestätigt, dass Männer insgesamt geringere Furchtwerte zeigen als Frauen, bei beiden Geschlechtsgruppen ist aber eine deutliche Abnahme der Viktimisierungsfurcht zu verzeichnen. Bemerkenswert ist allerdings, dass der Anteil der Frauen, die sich sehr unsicher fühlen, von fast 28 auf 13 Prozent zurückgegangen ist, während dieser Rückgang bei den Männern „lediglich“ 9 Prozentpunkte betrug (von 16 auf 7 Prozent). So scheint die weibliche Bevölkerung von der Verbesserung der subjektiven Sicherheitslage insgesamt mehr profitiert zu haben.
Bedingt durch die zunehmende Überalterung unserer Gesellschaft stehen ältere Menschen mit ihrer besonderen Vulnerabilität zu Recht immer wieder im Mittelpunkt kriminologisch-viktimologischer Forschung (Burgheim & Sterbling, 2002 a, 2002 b; Greve 1999, Greve & Wetzels 1995). Die allgemein verbesserte subjektive Sicherheitslage in Görlitz seit der ersten Befragung 1999 betrifft alle Altersgruppen. In allen Altersklassen stieg der Anteil der Befragten, die sich – gemessen mit dem Standarditem – „sehr sicher“ oder „ziemlich sicher“ fühlen. Dabei ergaben sich in dem Bereich zwischen 30 und 50 Jahren die deutlichsten Verbesserungen. In der Rubrik 40-44 Jahre ist ein Anstieg von 33 auf rund 75 Prozent festzustellen. Doch auch in den höchsten Alterskategorien lässt sich eine klare Steigerung des Sicherheitsgefühls nachweisen. Insbesondere nimmt dort der Anteil der „sehr unsicheren“ Menschen deutlich ab, in der Gruppe der über 65-Jährigen von 33 auf knapp 16 Prozent. Auch die entsprechenden Verhaltensweisen, die zur Bestimmung der Furcht abgefragt worden waren, folgen in ihrer Verteilung über die einzelnen Altersklassen im Großen und Ganzen diesem Verlauf.

Durch die starke Abnahme der Angst in dem mittleren Altersbereich nähert sich die Verteilungskurve dem eher typischen U-förmigen Verlauf an, der die höchsten Furchtwerte bei den jüngeren und älteren Bevölkerungsgruppen indiziert. Die Ersterhebung hatte noch einen nahezu linearen Anstieg der Verbrechensfurcht mit dem Alter aufgewiesen (Burgheim & Sterbling, 2000, S. 48). Eine ähnliche Verformung der Altersverteilung hatte auch die Wiederholungsuntersuchung in Hoyerswerda zu Tage gefördert (Burgheim & Sterbling, 2003).

Da die Befragten bei der Erhebung gebeten worden waren, das Wohngebiet anzugeben, in dem sie wohnen, lassen sich spezielle Furchtindizes auf allen drei Dimensionen der Viktimisierungsfurcht für jeden einzelnen Stadtteil von Görlitz berechnen. Auch wenn die Ursachen für die subjektiv empfundene Bedrohung nicht zwangsläufig in dem eigenen Wohngebiet liegen müssen, so können sich dennoch Bedrohungsschwerpunkte identifizieren lassen, nicht zuletzt auch in Zusammenhang mit den Fragen 62 und 63 des Erhebungsbogens, in denen nach konkreten Straßen und Orten gefragt wurde, an denen sich die Bürger bedroht oder belästigt fühlen. Diese speziellen Angaben sind jedoch in erster Linie für die Polizei und Ordnungsverwaltung der Stadt von Interesse, so dass hier auf eine detaillierte Darstellung verzichtet wird1.

Tatsächliche Kriminalitätserfahrungen und Verbrechensfurcht
Tatsächliche Opfererfahrungen haben einen wesentlichen Anteil auf die Ausprägung der Kriminalitätsfurcht, wenn-gleich sie, wie Greve & Wetzels (1995) anmerken, keine notwendigen Voraussetzungen darstellen2. So fühlen sich fast 43 Prozent der Befragten ohne Opfererfahrung dennoch „ziemlich unsicher“ oder „sehr unsicher“. Insgesamt berichteten 270 Personen, das sind 30,3 Prozent aller Befragten, im letzten Jahr vor der Befragung mindestens einmal Opfer einer Straftat geworden zu sein. Das entspricht einem Rückgang um rund 5 Prozent im Vergleich zur Erstuntersuchung, der sicher auch für den Rückgang der Viktimisierungsfurcht mitverantwortlich gemacht werden muss. 22,4 Prozent aller Befragten machten eine einmalige Opfererfahrung, 6,7 Prozent wurden zweimal viktimisiert und rund 1 Prozent mehr als zweimal. Gut 53 Prozent der Opfer sind männlichen Geschlechts. Dies ist insofern bemerkenswert, als dieser Anteil vier Jahre zuvor noch bei 47 Prozent lag. Entsprechend hat sich der Anteil der betroffenen Frauen verringert.
Wie schon vier Jahre zuvor war auch diesmal wieder „Anpöbelung und Belästigung“ die Deliktklasse, die am Häufigsten berichtet wurde (23,5 Prozent), wenngleich ein Rückgang um knapp 4 Prozent zu verzeichnen ist. 10,7 (13,1) Prozent berichten von Diebstahl oder Einbruch, 1,9 (1,8) Prozent von Raub oder Erpressung, 1,5 (0,8) Prozent von sexuellen Übergriffen. Der Anteil der Bürger mit Gewalterfahrungen stieg von 1,8 auf 3,9 Prozent.Besonders bei älteren Menschen erhöhen Opfererfahrungen die Kriminalitätsfurcht (Greve & Wetzels, 1995). Mit jeweils unter sechs Prozent sind die 30-34-Jährigen und die 55-64-Jährigen am wenigsten betroffen, die Gruppe der über 65-Jährigen weist die höchsten Viktimisierungsraten auf. 15,6 Prozent der Menschen dieser Alterskategorie sind schon einmal Opfer geworden. Hier zeigt sich ein weiteres Kriminalitätsfurcht-Paradox3, dass nämlich die älteren Bevölkerungsgruppen das höchste und zugleich das niedrigste Risiko bergen, Opfer einer Straftat zu werden. Eine Erklärung für dieses Phänomen liefert die Analyse der unterschiedlichen Opfererfahrungen der verschiedenen Altersgruppen. Vor allem das Delikt „Anpöbelung und Belästigung“ gibt Aufschluss über die Gründe für die hohe Allgemeinviktimisierung der älteren Menschen. 17 Prozent dieser Delikte fallen auf die über 65-Jährigen, womit diese Gruppe noch weit vor der der 60-64-Jährigen mit lediglich 6 Prozent liegt. Auch in der jüngsten Altersklasse (14-19 Jahre) berichten immerhin 13,4 Prozent von den gleichen Opfererfahrungen. Dieser hohe Anteil erklärt, warum auch bei den Jugendlichen die allgemeine Kriminalitätsfurcht größer als in den mittleren Altersklassen ist.
Die 20-24-Jährigen werden am häufigsten Opfer von Gewalttaten, die Bürger zwischen 45 und 49 Jahren am seltensten. Das Viktimisierungsrisiko älterer Menschen in Bezug auf Gewaltdelikte ist nicht größer als in den übrigen Altersklassen. Bei diesen ist im Gegenteil sogar eine deutliche Abnahme der Opferquote festzustellen.
Was die Veränderungen in der Altersverteilung der allgemeinen Opfererfahrungen betrifft, so kam es zu einer deutlichen Abnahme der Viktimisierungen bei den 55-64-Jährigen, während in den übrigen Gruppen die Quoten annähernd gleich blieben oder leicht anstiegen. Bemerkenswert ist, dass auch die beiden jüngsten Klassen (14-19 und 20-24 Jahre) einen leichten Anstieg aufweisen.
In den drei ersten Studien wurde stets nachgewiesen, dass die Erfahrung, Opfer einer Anpöbelung oder Belästigung geworden zu sein, einen signifikanten Einfluss auf das Ausmaß der Kriminalitätsfurcht hat (Burgheim & Sterbling, 1999; 2000 b; Sterbling & Burgheim, 2003). Dieser Nachweis muss hier nicht ein weiteres Mal geführt werden.
Darüber hinaus bestätigten die Analysen, dass sich eine zunehmende Viktimisierungshäufigkeit auf das Maß der empfundenen Furcht auswirkt. Mit zunehmender Zahl der Opfererfahrungen nimmt der Anteil der Befragten ab, die sich „sehr sicher“ oder „ziemlich sicher“ fühlen, während die Quote der Verunsicherten steigt.
Wie auch schon in der ersten Untersuchung, so erweist sich auch diesmal wieder ein statistisch bedeutsamer Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit mit der sozialen Integration in der eigenen Gemeinde und der Furcht vor Verbrechen. Je stärker sich die Menschen mit ihrem Wohnort verbunden fühlen, um so geringer fällt auch ihre Sorge aus, Opfer einer Straftat werden zu können.

Polizeipräsenz und Verbrechensfurcht
Als nächstes soll erörtert werden, wie sich die Zufriedenheit mit der wahrgenommenen Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum auf die subjektive Verunsicherung auswirkt. Dieser Zusammenhang war in der ersten Studie nicht untersucht worden. Die Ergebnisse lassen ganz klar erkennen, dass die Zufriedenheit mit der Polizeipräsenz mit einem erhöhten Sicherheitsgefühl korrespondiert. Knapp 60 Prozent der Befragten, die sich „sehr sicher“ fühlen, sind mit der Polizeipräsenz „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“. Bei denen, die sich „sehr unsicher“ fühlen, beträgt dieser Anteil nur noch rund 28 Prozent. Dieser Zusammenhang fällt hier noch deutlicher aus als in der Vergleichsuntersuchung in Hoyerswerda (Burgheim & Sterbling, 2003), wo sich ein solcher Zusammenhang zwar ebenfalls als statistisch signifikant herausstellte, der von der Verteilung der Werte her aber nicht so deutlich ausfiel.
In Görlitz versieht seit 1998 eine örtliche Sicherheitswacht ihren Dienst, deren Akzeptanz im Rahmen der Bevölkerungsumfragen evaluiert werden sollte. Nur eine kleine Minderheit von rund 11 Prozent äußert deutliche Bedenken gegen die Sicherheitswacht, von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung erfährt diese Einrichtung indes – wie bereits in Görlitz 1999 und in Hoyerswerda 2002 – ausdrückliche Zustimmung. Ein Zusammenhang zwischen dieser Zustimmung und dem Maß der subjektiven Kriminalitätsfurcht besteht jedoch nicht. Die Akzeptanz der Sicherheitswacht ist bei sicheren und verunsicherten Bürgern in gleichem Maße verteilt. Der Einfluss eines solches Organs auf die subjektive Sicherheitslage scheint demnach begrenzt zu sein.

Anzeigeverhalten, Wahrnehmung und Bewertung der Polizei
Dass die Polizei, insbesondere die in Sachsen, in den Augen der Bevölkerung ein gutes Bild abgibt, konnte durch eine empirische Erhebung bestätigt werden (Burgheim, Dunker & Sterbling, 2002). Es soll hier noch der Frage nachgegangen werden, wie die konkrete Arbeit der Polizei dann bewertet wird, wenn Viktimisierungen einen Polizeikontakt nach sich zogen.
Die Bereitschaft, nach einer Opferwerdung Kontakt zur Polizei aufzunehmen, ist seit 1999 in Görlitz leicht angestiegen. Von 28,8 auf 30,4 Prozent erhöhte sich der Anteil derjenigen, die nach einer Opfererfahrung die Polizei informierten.
Die Neigung zur Anzeige ist erwartungsgemäß bei den Delikten, die den Eigentumsbereich tangieren, höher. Bei Raub und Erpressung erstatten 75,5 Prozent der Geschädigten Anzeige, bei Diebstahl 67 Prozent und bei Gewaltdelikten 60 Prozent. Bei den Sexualdelikten liegt sie unter 50 Prozent. Dieser Wert ist durch die geringe Fallzahl (n=14) zu erklären, die Dunkelziffer für Sexualdelikte liegt insgesamt weit höher (s. Schneider, 2001, S. 148 ff.; Scholz & Greuel, 1991). Das Delikt, das für die Verbrechensfurcht hauptsächlich verantwortlich ist (Anpöbelung, Belästigung), weist in unserer Umfrage die größte Dunkelziffer auf. Nur 23,5 Prozent der Betroffenen wenden sich an die Polizei.
Nun soll die Frage diskutiert werden, wie die Hilfe und das Verhalten der Polizei bewertet wurden und inwiefern sich diese Bewertung zwischen den beiden Untersuchungszeitpunkten verändert hat. Knapp 36 Prozent der Befragten geben an, die Polizei habe ihnen „sehr viel“ oder „viel“ geholfen. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zur ersten Erhebung. 1999 hatte der entsprechende Anteil bei rund 33 Prozent gelegen.
Ganz ähnlich verhält es sich mit der Entwicklung der Bewertung des Polizeiverhaltens, wenngleich diese Einschätzung wie schon bei der Erstbefragung deutlich besser ausfällt. Rund 62 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, die nach einer Viktimisierung Kontakt zur Polizei hatten, sind mit deren Verhalten überwiegend zufrieden. Das bedeutet einen leichten Anstieg um knapp zwei Prozent.

3. Bedeutung der Ergebnisse

In der Gesamtbetrachtung ist zu konstatieren, dass die erfreuliche Tendenz in der Verbesserung der subjektiven Sicherheitslage im östlichen Sachsen, die bereits durch die Untersuchungen in Hoyerswerda aufgezeigt wurde, durch die Replikationsstudie in Görlitz erneut bestätigt wurde. Das Bemühen der Gemeinden und der Polizeibehörden, das persönliche Wohlbefinden und damit auch die Lebensqualität ihrer Bürger zu erhöhen, scheint offensichtlich zumindest in Bezug auf die hier erfassten Dimensionen der Furcht vor Kriminalität von Erfolg gekrönt zu sein. Dabei soll nicht außer Acht gelassen werden, dass die Bedrohung durch kriminelle Handlungen Anderer nicht die einzige Beunruhigung ist, welche die Bürger belastet. Die durch zahlreiche Unsicherheitsfaktoren begleiteten Globalisierungsprozesse bringen mannigfaltige Bedrohungen für Lebenschancen und Lebensqualität mit sich (Hitzler, 1997; Scherr, 1997). Die manifeste und latente Bedrohung durch den internationalen Terrorismus wird von den Bürgern durchaus wahrgenommen. 45 Prozent der Bürger von Görlitz fühlen sich „sehr stark“ und „stark“ dadurch bedroht, nur 11 Prozent nehmen eine olche Bedrohung gar nicht wahr (Sterbling & Burgheim, 2005 b). Es bestehen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie all diese Verunsicherungsfaktoren auf die Verbrechensfurcht einwirken. Es wird sich kaum auflösen lassen, ob solche Ängste lediglich dazu beitragen, die Angst vor krimineller Opferwerdung zu vergrößern, ob sie mittels Projektion erst zur Verbrechensfurcht werden oder ob der Kriminalität lediglich von Justiz und Politik eine Sündenbockfunktion zugeschrieben wird, um von anderen gesellschaftlichen Problemlagen abzulenken (Feltes, 1997, Burgheim & Sterbling, 1999, S. 19). Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse lassen jedoch daran zweifeln, dass der Einfluss dieser „Nebengefahren“ auf die im Fokus des Forschungsinteresses stehende Furcht vor krimineller Viktimisierung so groß wie bislang angenommen überhaupt ist. Die Verunsicherungen und Bedrohungen, die aus den globalen und nationalen (gesellschafts-)politischen und ökonomischen Zuständen hervorgehen, sind in den letzten Jahren nicht geringer oder unbedeutender geworden. Im Gegenteil: Terroristische Gewaltakte stellen in den westlichen Industrienationen eine akute Bedrohung dar. Die Sicherheit des Weltfriedens kann angesichts der Bemühungen etlicher Staaten um atomare Waffenpotentiale nicht als gesichert bezeichnet werden. Ein wirtschaftlicher Aufschwung mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist in der Bundesrepublik Deutschland derzeit noch nicht in Sicht. Der hier festgestellte Rückgang der Kriminalitätsfurcht kann also kaum durch eine Verbesserung dieser Nebenbedingungen erklärt werden. Er kann wohl durch einen Rückgang der tatsächlichen Viktimisierungserfahrungen erklärt werden, wie die hier berichteten Untersuchungsbefunde zeigen4. Gestützt werden diese Befunde zudem durch die Auswertung der offenen Frage, in der nach den aus Sicht der Bürger wichtigsten Problemen der Stadt gefragt wird. Kriminalität zählte 2004 nur noch für 4,4 Prozent der befragten Görlitzer zu den drei wichtigsten Problemen, 1999 waren es noch 11,6 Prozent gewesen. In Hoyerswerda war diese Einschätzung zwischen den beiden Untersuchungszeitpunkten von 25,2 auf 7,2 Prozent zurückgegangen (Sterbling & Burgheim, 2005 c). In der Alltagswahrnehmung geht die Bedeutung der Kriminalität objektiv und subjektiv offensichtlich zurück.
Was zwischen den beiden Untersuchungszeitpunkten gleichwohl noch stattgefunden hat, ist eine weitergehende Anpassung an die gewandelten gesellschaftspolitischen Verhältnisse. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten bedeutete für die Menschen in den neuen Bundesländern die Umstellung auf ein völlig neues Gesellschafts- und Wertesystem. Auch wenn diese Umstellung von vielen gewünscht war, so bedeutete sie dennoch für die Meisten zunächst einmal Orientierungslosigkeit und Verunsicherung. Der kontinuierliche Rückgang der Verbrechens-
furcht muss auch als Indikator für eine – vielleicht immer noch nicht abgeschlossene – Assimilation der befragten Bürger an die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse interpretiert werden. Dabei scheint es, wie der Vergleich mit der Untersuchung in Rottweil zeigt, allmählich zu einer Angleichung des Ausmaßes der Verbrechensfurcht in den neuen und alten Bundesländern zu kommen.
Ein bemerkenswerter Befund ist darin zu sehen, dass die weiblichen Bevölkerungsgruppen insgesamt „besser“ abschneiden. Ihre Viktimisierungsraten sind niedriger geworden und ihre Verbrechensfurcht sank stärker als die der männlichen. Die Ursachen sind aber nicht ohne weiteres zu identifizieren. Vielleicht haben die Frauen ein stärkeres Selbstbewusstsein entwickelt und nicht nur ihre subjektive Verunsicherung gesenkt, sondern gleichzeitig auch ihr objektives Gefährdungsrisiko reduziert. Möglicherweise haben sie aber auch ihr Verhalten stärker präventiv ausgerichtet. Denkbar ist natürlich auch eine Veränderung der Kriminalitätsstruktur aus anderen Gründen.
Der positive Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit mit der Präsenz der Polizei auf den Straßen und einer geringen Furcht vor Kriminalität darf nicht automatisch die Forderung nach einer weiteren Erhöhung der Polizeipräsenz nach sich ziehen. Einerseits hat Reuband (1999) aufgezeigt, dass die wahrgenommene Polizeipräsenz, wenn diese zu offensichtlich wird, auch zu einem Rückgang des subjektiven Sicherheitsempfin-
dens führen kann, weil sie dann als Hinweis auf eine unbekannte Gefährdungslage gedeutet werden kann. Andererseits kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Menschen, die sich besonders sicher fühlen, die Polizei häufiger wahrnehmen und deren Anwesenheit anders bewerten als verunsicherte Personen. Ein Kausalzusammenhang ist nicht per se gegeben und wenn ein solcher besteht, ist seine Richtung gesondert zu bestimmen.
Der deutliche Rückgang der Verbrechensfurcht auch in den höheren Altersklassen ist erfreulich, sind ältere Menschen doch alleine aufgrund körperlicher Einschränkungen einem höheren Risiko der Opferwerdung ausgesetzt. Es sei jedoch nochmals daran erinnert, dass ein Rückgang der subjektiven und objektiven Gefährdung älterer Menschen im öffentlichen Raum das Indiz einer Verlagerung ihres Viktimisierungsrisikos in den sozialen Nahraum sein kann. Vor allem ein wachsender Hilfe- und Pflegebedarf lässt die Gefahr des Entstehens und der Eskalation sozialer Konflikte wachsen (Greve, 1999; Burgheim & Sterbling, 2003).
Die leichte Verbesserung der Bewertung des Polizeiverhaltens, die sich auch in einer erhöhten Bereitschaft zur Anzeigeerstattung nach einer Viktimisierung ausdrückt, bedarf im Grunde keiner weiteren Kommentierung. Sie soll lediglich abschließend noch einmal hervorgehoben werden. Auch wenn diese Verbesserung nur marginal ist, so spiegelt sich in ihr dennoch ein erhöhtes Vertrauen in die Polizeiarbeit, vielleicht aber auch ein differenzierteres Sicherheitsbewusstsein der Bevölkerung wider. Bemühungen, die Akzeptanz der Polizei durch die Bürger zu verbessern (siehe hierzu Burgheim, Dunker & Sterbling, 2002), scheinen sich zu lohnen.



Literatur

Bilsky, W.
(1996). Die Bedeutung der Furcht vor Kriminalität in Ost und West. Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 5, 357-372.

Boers, K. (1993). Kriminalitätsfurcht. Ein Beitrag zum Verständnis eines sozialen Problems. Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 2, 65-82.

Burgheim, J. & Sterbling, A. (1999). Hoyerswerda – Modell kommunaler Kriminalprävention in Sachsen. Konstanz: Hartung-Gorre.

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Burgheim, J. & Sterbling, A. (2002 a). Subjektive Sicherheit, Lebensqualität, Bürgerfreundlichkeit der Polizei – unter besonderer Berücksichtigung altersspezifischer Sichtweisen, Teil 1. Die Kriminalprävention, 6, 91-98.

Burgheim, J. & Sterbling, A. (2002 b). Subjektive Sicherheit, Lebensqualität, Bürgerfreundlichkeit der Polizei – unter besonderer Berücksichtigung altersspezifischer Sichtweisen, Teil 2. Die Kriminalprävention, 6, 128-139.

Burgheim, J., Dunker, M. & Sterbling A. (2002). Bürgerfreundlichkeit der Polizei. Ergebnisse empirischer Untersuchungen. Wettbewerb: „Qualität der Polizeiarbeit“. In A. Sterbling (Hrsg.), Qualitätsmessung und Qualitätssicherung: Bürgerfreundlichkeit der Polizei und Evaluation der Hochschulausbildung (S. 37-99). Rothenburg: Fachhochschule für Polizei Sachsen.

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Feltes, T. (1997). Alltagskriminalität, Verbrechensfurcht und Polizei. Kriminalistik, 8-9, 538-547.

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Kury, H., Dreher, G. & Obergfell-Fuchs (2004). Bevölkerungsumfragen und kommunale Kriminalprävention: Das Beispiel der Stadt Rottweil. Kriminalistik, 58, 605-612.

Reuband, K.-H. (1992). Objektive und subjektive Bedrohung durch Kriminalität. Ein Vergleich der Kriminalitätsfurcht in der Bundesrepublik Deutschland und den USA 1965-1990. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 44, 341-353.

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Sterbling, A. & Burgheim, J. (2005 c). Subjektive Aspekte der Sicherheit und der Lebensqualität (im Druck).

Anschriften der Verfasser:
Professor Dr. Joachim Burgheim, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) NRW, Abteilung Gelsenkirchen, Studienort Gelsenkirchen, Wanner Str. 158-160, 45888 Gelsenkirchen.
Professor Dr. Anton Sterbling. Fachhochschule für Polizei Sachsen, Friedensstr. 120, 02929 Rothenburg/OL.



Fußnoten
1 Siehe dazu Sterbling & Burgheim, 2005.
2 Zum sogenannten Kriminalitätsfurcht-Paradox siehe auch Reuband (1992) und Greve (1999).
3 Siehe Fußnote 2
4 Allerdings darf auch hier nicht außer Acht gelassen werden, dass kein linearer Zusammenhang angenommen werden darf. Vom Rückgang der tatsächlich erfahrenen Viktimisierungen profitierten – wie gezeigt wurde – hauptsächlich die Frauen und die 55-64-Jährigen. In den anderen Altersgruppen blieben die Viktimisierungserfahrungen gleich oder stiegen leicht an, obwohl alle Altersgruppen einen Rückgang der Kriminalitätsfurcht berichteten.


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