Aktuelles aus dem Netz
Von EKHK Christian Zwick, Ludwigshafen
Lange Datenträgerauswertung: Gerichte erkennen Verstoß gegen Grundrechte

Die Praxis zeigt [...], dass die Auswertung der sichergestellten Daten oft Monate bis Jahre in Anspruch nimmt. Diese Zeiträume kollidieren mit den Grundrechten der Betroffenen, insbesondere dem Eigentumsrecht, dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung und dem Anspruch auf effektiven Rechtsschutz. Zentrale Kriterien für diese Verhältnismäßigkeitsprüfung sind die Stärke des Tatverdachts (schwere Kriminalität vs. Bagatelldelikte), der Umfang und die Komplexität der Daten (Terabyte vs. überschaubare Mengen), die Dringlichkeit der Auswertung etwa bei Haftsachen sowie die Eingriffsintensität. Bei Letzterer fällt der Wert der Geräte und eine berufliche oder private Abhängigkeit des Betroffenen von ihnen ins Gewicht. Mehr: https://www.heise.de/news/Lange-Datentraegerauswertung-Gerichte-erkennen-Verstoss-gegen-Grundrechte-11080063.html, Meldung vom 16.11.2025.
Euer Löschen-Button ist jetzt wirkungslos – KI-Chats werden zu Beweismitteln
Das KI-Unternehmen OpenAI aus San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien wird ab sofort Konversationen, die Nutzer in ChatGPT löschen, nicht mehr wie bisher nach 30 Tagen endgültig von seinen Systemen entfernen. Stattdessen werden diese Daten auf unbestimmte Zeit aufbewahrt. Grund dafür ist eine gerichtliche Anordnung, die im Rahmen einer weitreichenden Urheberrechtsklage ergangen ist. Mehr: https://t3n.de/news/openai-muss-chatgpt-daten-wegen-klage-speichern-1691701/, Meldung vom 7.6.2025.
Warnung: Das sind die gefährlichsten Software-Schwachstellen 2025
Cross-Site Scripting (XSS) bleibt auch 2025 die gefährlichste Software-Schwachstelle weltweit. Das geht aus der aktuellen Liste der „CWE Top 25“ hervor, die die US-Organisation MITRE veröffentlicht hat. Auf den weiteren Plätzen folgen SQL-Injection und Cross-Site Request Forgery (CSRF). Mehr: https://winfuture.de/news,155575.html, Meldung vom 13.12.2025.
Langzeit-Datenarchivierung in Quarzglasplättchen
5D Optical Memory konkurriert unter anderem mit der Technik von Cerabyte sowie mit Project Silica von Microsoft. Alle drei Ansätze nutzen Glasplatten sowie Femtosekundenlaser zum Schreiben der Daten. […] In der aktuellen Entwicklungsphase arbeitet SPhotonix mit runden Quarzglasscheiben mit 2,5 Zentimetern Durchmesser. Das Serienprodukt soll in quadratischen Scheiben mit 12,7 Zentimetern (5 Zoll) Kantenlänge bis zu 360 Terabyte speichern. Mehr: https://www.heise.de/news/Langzeit-Datenarchivierung-in-Quarzglasplaettchen-11115580.html, Meldung vom 15.12.2025.
Über Quick Share: AirDrop funktioniert jetzt auch mit Android-Smartphones
Durch die Zusammenarbeit mit Apples AirDrop können Nutzer jetzt Dateien direkt und ohne Umwege zwischen Android und iOS übertragen. Dies spart Zeit, da bisherige Lösungen wie Messenger oder Cloud-Dienste umgangen werden. Die neue Funktion steht zunächst für die Pixel-10-Serie zur Verfügung. Mehr: https://www.techbook.de/mobile-lifestyle/smartphone/airdrop-android-iphone, Meldung vom 23.11.2025.
YouTubes neues Tool zur Gesichtserkennung soll KI-Deepfakes unterbinden
Damit können Content-Ersteller bei YouTube nach Videos suchen, die das eigene Gesicht enthalten, etwa per KI-Deepfake. Dann darf der Anwender entscheiden, ob er die Entfernung dieses Videos beantragt oder es akzeptiert. Mehr: https://www.heise.de/news/YouTubes-neues-Tool-zur-Gesichtserkennung-soll-KI-Deepfakes-unterbinden-10811018.html, Meldung vom 23.10.2025.
Microsoft: Windows 11 bekommt hardwarebeschleunigtes Bitlocker
Microsoft hat eine Verbesserung für den in Windows integrierten Datenverschlüsselungsdienst Bitlocker angekündigt. Künftig sollen Festplatten und SSDs auch auf Hardwareebene verschlüsselt werden können. […] Vor allem sollte durch Hardwarebeschleunigung mehr CPU-Zeit freigemacht werden, da diese Verschlüsselungsoperationen nicht selbst berechnen muss. Mehr: https://www.golem.de/news/microsoft-windows-11-bekommt-hardwarebeschleunigtes-bitlocker-2511-202345.html, Meldung vom 19.11.2025.
Unsichtbare Gefahr: WLAN-Router erkennen Menschen – sogar ohne Handy
WLAN-Geräte kommunizieren regelmäßig miteinander und tauschen sog. „Beamforming Feedback Information (BFI)“ aus. […] Bewegt sich eine Person durch dieses „Feld“, verändern sich die Signale messbar. Eine Künstliche Intelligenz kann diese Daten anschließend auswerten und einer Person zuordnen – mit fast hundertprozentiger Trefferquote. Mehr: https://www.pcwelt.de/article/2948995/wlan-router-erkennen-menschen-ohne-handy.html, Meldung vom 22.10.2025.
EuGH zu Fahrzeiten für den Arbeitgeber: Auch Zeit auf dem Rücksitz ist Arbeitszeit
So hat es der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Vorabentscheidungsverfahren aus Spanien entschieden (Urteil v. 9.10.2025, Az. C 110/24). […] Im konkreten Fall aus Spanien führte dies zu einer Beurteilung der Fahrtzeiten als Arbeitszeit. Eine generelle Aussage, Fahrtzeiten seien als Arbeitszeiten zu behandeln, ist damit jedoch nicht verbunden. Mehr: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/eugh-c11024-reisezeit-arbeit-mitfahrer, Meldung vom 24.11.2025.
