Aktuelles aus dem Netz
Von EKHK Christian Zwick, Ludwigshafen
Kampf gegen Kinderpornografie: EU-Parlament stoppt freiwillige Chatkontrollen

Die Ausnahme von europäischen Datenschutzregeln erlaubte es Diensten und Unternehmen wie WhatsApp, Instagram, Microsoft und Google bislang, Nachrichtenverläufe zu scannen, um verbotene Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch aufzuspüren und zu melden. […] Auch große Tech-Unternehmen wie Meta, TikTok und Snapchat wiesen darauf hin, dass sonst weniger Fälle von Kindesmissbrauch entdeckt werden könnten. Dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes Holger Münch zufolge wird der Wegfall der Regelung „gravierende negative Auswirkungen auf die Möglichkeiten der strafrechtlichen Verfolgung kinder- und jugendpornografischer Inhalte im Internet“ haben. Mehr: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-parlament-chat-kontrolle-100.html, Meldung vom 26.3.2026.
Rheinmetall und Co.: Datenhändler gefährden Rüstungsunternehmen in der Ukraine
Die Standorte von Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, KNDS oder Quantum Systems in der Ukraine sind nicht bekannt, damit sie nicht zum Ziel russischer Angriffe werden. [...] Journalisten haben Bewegungsprofile aus dem Internet ausgewertet, die an öffentlich bekannten Standorten von KNDS und Rheinmetall in Deutschland ein- und ausgehen. Bereits aus kostenlos angebotenen Probedatensätzen von Datenbrokern würden sich Arbeitswege und Geschäftsreisen nachvollziehen lassen, so der BR und Netzpolitik.org. Mehr: https://www.golem.de/news/rheinmetall-und-co-datenhaendler-gefaehrden-ruestungsunternehmen-in-der-ukraine-2604-207289.html, Meldung vom 7.4.2026.
Anthropics neues KI-Modell Mythos: Zu gefährlich für die Öffentlichkeit
Stattdessen soll Claude Mythos Preview im Rahmen einer Initiative namens „Project Glasswing“ zuerst ausschließlich einer Reihe von Firmen zur Verfügung gestellt werden, die an IT-Sicherheit arbeiten. Die sollen die KI-Technik nutzen, um die „kritischste Software der Welt“ abzusichern. Das KI-Modell habe bereits tausende hochriskante Zero-Day-Lücken identifiziert, begründet Anthropic den Schritt. Solche seien in allen großen Betriebssystemen und jedem Internetbrowser, aber auch in zahlreicher anderer Software entdeckt worden. Vor allem sei Mythos Preview deutlich häufiger in der Lage, einen funktionierenden Exploit zu entwickeln. Mehr: https://www.heise.de/news/Anthropics-neues-KI-Modell-Mythos-Zu-gefaehrlich-fuer-die-Oeffentlichkeit-11248034.html, Meldung vom 8.4.2026.
Studenten leihen sich KI-Brillen, um bei Prüfungen zu schummeln
Die Wearables von Herstellern wie Meta, Rokid oder Alibaba scannen gedruckte Aufgabenblätter über integrierte Kameras. Anschließend sendet das System die Daten an eine Software, welche die Lösungswege auf dem Brillenglas einblendet. Da die Bedienung freihändig erfolgt und die Technik kaum von herkömmlichen Sehhilfen zu unterscheiden ist, haben Aufsichtspersonen große Mühe, den Betrug zu erkennen. Mehr: https://winfuture.de/news,157854.html, Meldung vom 31.3.2026.
Per Update ausgeliefert: Was es mit der 72-Stunden-Regel bei Samsung-Smartphones auf sich hat
Wenn Besitzer ihr Smartphone innerhalb von 72 Stunden, also drei Tagen, nicht mindestens einmal entsperren, startet es automatisch neu. Das Gerät wechselt dadurch in den sog. „Before First Unlock“-Zustand, in dem die Datenverschlüsselung ihr höchstes Niveau erreicht. Nach dem Neustart ist eine Entsperrung zwingend per PIN, Passwort oder Muster erforderlich. […] Das aktuelle Update ist ein weiterer Schritt in einer Reihe von Maßnahmen, die Samsung zum Schutz seiner Geräte bereits eingeführt hat. Mehr: https://www.techbook.de/mobile-lifestyle/smartphone/samsung-galaxy-72-stunden-regel, Meldung vom 21.3.2026.
HowToVerify: Methoden zur Einordnung digitaler Inhalte
HowToVerify.info ist eine Online-Plattform, die sich mit der Überprüfung und Einordnung digitaler Inhalte beschäftigt. Sie zeigt, wie Bilder, Videos, Texte oder Audiodateien systematisch auf ihre Echtheit und ihren Kontext hin überprüft werden können. Die Inhalte sind in übersichtlichen Arbeitsabläufen (Workflows) strukturiert, die Schritt für Schritt erklären, wie man bei der Verifikation vorgeht und welche digitalen Werkzeuge dabei eingesetzt werden können. Mehr: https://www.schooltools.at/2025/12/22/howtoverify und https://www.howtoverify.info, Meldung vom 22.12.2025.
Firewall-Ratgeber: Wie funktioniert eine Firewall?
Eine Firewall passt auf, dass keine unerlaubten Zugriffe auf Ihren PC stattfinden und Programme nicht heimlich Daten rausschicken. Den Datenstrom selbst untersucht die Schutzfunktion normalerweise nicht, das ist wiederum die Aufgabe eines Virenschutz-Programms. […] Mittlerweile nutzt die große Mehrheit Router, die automatisch bestimmten Datenverkehr blockieren und für die Portfreigabe die Rolle einer Firewall übernehmen. Der Angriffsvektor von außen ist damit weitestgehend geschlossen. Und für den ausgehenden Datenverkehr gibt es die Windows-Firewall. Mehr: https://www.computerbild.de/artikel/cb-Tipps-Sicherheit-was-ist-eine-Firewall-26372795.html, Meldung vom 10.2.2026.
Behörden warnen: Russische Hacker kapern Tausende Router für Spionage
Behörden mehrerer Länder, darunter der Bundesnachrichtendienst sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz, haben eine gemeinsame Warnung vor infiltrierten Routern herausgegeben. Die Cyberaktivitäten wurden mit Spionageoperationen von APT28 in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um eine dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeordnete Hackergruppe, die auch als Fancy Bear oder Forest Blizzard bekannt ist. Betroffen sind den Angaben nach auch hierzulande weit verbreitetem Router von TP-Link sowie solche des Herstellers Mikrotik. Mehr: https://www.golem.de/news/behoerden-warnen-russische-hacker-kapern-tausende-router-fuer-spionage-2604-207315.html, Meldung vom 8.4.2026.
Proton Mail gibt erneut Daten heraus - FBI identifiziert damit Nutzer
Wie 404 Media berichtet, führte der Weg der Ermittler über ein Rechtshilfeersuchen, das sog. Mutual Legal Assistance Treaty. Das FBI wandte sich nicht direkt an Proton, sondern an das Schweizer Justizministerium. Da Proton seinen Hauptsitz in Genf hat, ist das Unternehmen an lokale Gesetze gebunden. Nachdem die Schweizer Behörden dem Antrag stattgaben, war der Anbieter rechtlich zur Herausgabe der vorliegenden Informationen verpflichtet. […] Aufgrund verschärfter Überwachungsgesetze in der Schweiz hatte das Unternehmen bereits 2025 angekündigt, Investitionen vermehrt in Rechenzentren in Deutschland und Norwegen zu tätigen. Trotzdem können Features wie „Log IP“ auf richterliche Anordnung aktiviert werden, um die IP-Adressen von Verdächtigen zu erfassen. Mehr: https://winfuture.de/news,157332.html, Meldung vom 6.3.2026.
