Aktuelles aus dem Netz

Von EKHK Christian Zwick, Ludwigshafen

 

Vorratsdatenspeicherung: Bundesrat billigt Vorschlag für rechtssichere Variante


Der Bundesrat hat sich für eine neue, rechtssichere Form der Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen, um Ermittlern in besonders schweren Fällen mehr Instrumente an die Hand zu geben. Eine Initiative aus Hessen für eine befristete, anlasslose Speicherung von IP-Adressen im Kampf gegen schwere Kriminalität wie etwa Kindesmissbrauch fand am 27. September 2024 eine Mehrheit. Nun muss sich der Bundestag mit dem Vorschlag befassen. Mehr: www.golem.de/news/vorratsdatenspeicherung-bundesrat-billigt-vorschlag-fuer-rechtssichere-variante-2409-189342.html, Meldung vom 27.9.2024.

 

Telegram-Chef: Messenger liefert Behörden künftig IP- & Personendaten

 

Im Zuge einer Änderung der Nutzungsbedingungen von Telegram wird man künftig IP-Adressen und andere Daten von Nutzern des Messengers herausgeben, sofern man die Anfragen der Behörden für gerechtfertigt hält. […] Durow ließ in einem Telegram-Post ebenfalls verlauten, dass ab sofort mithilfe von KI-Unterstützung und einem Moderatoren-Team versucht wird, problematische Inhalte bei der Suchfunktion des Dienstes auszublenden. Ziel sei es, dadurch dem Missbrauch von Telegram zu illegalen Zwecken vorzubeugen. Mehr: winfuture.de/news,145492.html, Meldung vom 23.9.2024.

 

OpenAI stellt o1 ChatGPT mit KI-Reasoning vor


Die Entwicklung von o1 stellt eine Abkehr von den bisherigen Trainingsmethoden von OpenAI dar. Anstatt sich ausschließlich auf die Mustererkennung aus großen Datensätzen zu verlassen, nutzt o1 Techniken des verstärkten Lernens. Dieser Ansatz zielt darauf ab, das System durch ein System von Belohnungen und Bestrafungen zu trainieren, das den menschlichen Problemlösungsprozess nachahmt. OpenAI gibt an, dass die neue Trainingsmethode zu einer verbesserten Genauigkeit und einer geringeren Anzahl von Halluzinationen geführt habe. Mehr: www.golem.de/news/llm-openai-stellt-o1-chatgpt-mit-ki-reasoning-vor-2409-188943.html.

 

ChatGPT gegen Verschwörungstheorien: So kann die KI dabei helfen, Menschen von Fakten zu überzeugen


Das Ergebnis: Das Vertrauen in die Verschwörungstheorie sank nach dem Dialog mit der KI im Schnitt um 20%. […] Wenn die KI allerdings keine Fakten präsentiert, sondern nur versucht, die Teilnehmer nur über eine persönliche Ebene zu überreden, bleiben Erfolge aus. Die Forscher schlagen deshalb vor, Suchmaschinen mit solchen KI-Zusammenfassungen von Fakten auszustatten, wenn Verschwörungstheorien gesucht werden. Zudem könnten Chatbots bei Social-Media-Nutzern aktiv werden, die Verschwörungstheorien posten und versuchen, sie so von der Wahrheit zu überzeugen. Mehr: t3n.de/news/chatgpt-gegen-verschwoerungstheorien-fakten-menschen-1646130, Meldung vom 16.9.2024.

 

Weiß das Finanzamt, was ich über PayPal mache?

 

Unter das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit fällt auch PayPal, denn der Online-Finanzdienstleister hat einen Firmensitz in Deutschland. […] Darüber hinaus befindet sich die europäische Firmenzentrale von PayPal in Luxemburg, also inmitten der EU. Luxemburg gehört zu den zahlreichen Ländern, die das Abkommen über den automatischen Informationsaustausch (AIA) von Steuerinformationen unterschrieben haben. Mehr: www.techbook.de/shop-pay/payment-services/finanzamt-paypal-zugriff, Meldung vom 19.8.2024.

 

FBI-Bericht: Über 10% der Finanzbetrugsfälle sind Krypto-Betrüge – und die Zahlen steigen


Vor allem betroffen waren Menschen über 60 Jahre, die insgesamt rund 1,6 Milliarden Dollar verloren haben. Insgesamt handelte es sich bei rund 10% aller Betrugsmeldungen, die beim FBI eingingen, um Krypto-Betrug. Die häufigste Betrugsform ist dabei der Investmentbetrug mit 71%, gefolgt von Callcenter-Betrug mit rund 10%. Obwohl die meisten Beschwerden aus den USA stammen, sind Anrufe aus über 200 Ländern zu dem Thema beim FBI eingegangen. Mehr: t3n.de/news/fbi-10-prozent-finanzbetrugsfaelle-krypto-1645485, Meldung vom 10.9.2024.

 

EuGH-Urteil : Polizeilicher Zugriff auf Handydaten unter Auflagen erlaubt


Der EuGH entschied, dass der Zugriff auf Handydaten durch die Polizei nicht zwingend auf die Bekämpfung schwerer Kriminalität beschränkt sein muss. Allerdings betonte das Gericht, dass ein solcher Zugriff einer vorherigen richterlichen Genehmigung oder der Zustimmung einer unabhängigen Behörde bedürfe. […] Der EuGH forderte die nationalen Gesetzgeber auf, klare Richtlinien für den Zugriff auf Mobiltelefondaten zu schaffen. […] Anlass für das Urteil war ein Fall aus Österreich, bei dem die Polizei versuchte, ein im Rahmen einer Drogenfahndung sichergestelltes Mobiltelefon zu entsperren. Dies geschah ohne richterliche Genehmigung und ohne den Besitzer zu informieren. Mehr: https://www.golem.de/news/eugh-urteil-polizeilicher-zugriff-auf-handydaten-unter-auflagen-erlaubt-2410-189531.html, Meldung vom 4.10.2024.