Komasaufen

Der umgangssprachlich als Komasaufen bezeichnete übermäßige Konsum von Alkohol wird in der Fachwelt auch Rauschtrinken oder Binge-Dinking genannt. Dabei werden viele alkoholische Getränke konsumiert, oft mit der Folge einer Alkoholvergiftung.

Gefahren und Auswirkungen

Vor allem die Altersgruppe der Jugendlichen ist betroffen. Komasaufen hat diverse soziale, psychische und physische Konsequenzen. Einerseits kann eine Überdosis Alkohol schwere körperliche Schäden hervorrufen, schlimmstenfalls den Tod, zur Folge haben. Im Delirium können Unfälle verursacht und Selbsttötungsversuche unternommen werden, es kommt zu ungewollten sexuellen Kontakten, Gewalt und Kriminalität. Auch Alkoholismus kann eine Folge sein. Wissenschaftler haben auch entdeckt, dass regelmäßiges Komasaufen das Lernvermögen verschlechtert: Bei Studenten gab es einen deutlichen Zusammenhang zwischen exzessivem Alkoholkonsum und einer verminderten Lernfähigkeit. Zwar geht der regelmäßige Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt seit Jahren zurück, das Problem des punktuellen Komasaufens aber bleibt.

Zahlen und Fakten

Die Anzahl der 15- bis 20-Jährigen, die aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten, stieg im Jahr 2010 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, so das Statistische Bundesamt. Bei den 10- bis 15-Jährigen stellten die Mädchen den größeren Anteil der Behandelten. Bei den 15- bis 20-Jährigen dominieren die Männer. Insgesamt wurden im Jahr 2010 knapp 26.000 Kinder und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren wegen akuter Alkoholintoxikation im Krankenhaus behandelt. Laut Statistischem Bundesamt hat sich in der Zeit von 2002 bis zum Jahr 2010 die Zahl der Menschen aller Altersgruppen, die wegen akuter Intoxikation (Rausch) eingeliefert wurden fast verdoppelt. Die Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen ist in allen Jahren am stärksten betroffen.
Hilfe erhalten Jugendliche unter 16 Jahre auf dieser Website. Hier gibt es ein Beratungsangebot für 16- bis 20-Jährige.

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