Crack

Crack (von engl.: to crackle = knistern) ist eine gelblich-weiße bis hin zu rosafarbene, illegale Droge, hergestellt aus Kokainsalz und Natron. Es wird geraucht, wirkt in Sekunden und führt schnell zu psychischer und physischer Abhängigkeit.

Wirkung

Die Droge Crack wirkt außergewöhnlich schnell: Bereits nach rund zehn Sekunden erreichen die Kokainmoleküle das Gehirn. Zuerst wirkt Crack anregend: Es steigert die Konzentrationsfähigkeit. Allerdings endet diese Wirkung nach fünf bis 15 Minuten abrupt. Es folgt ein psychisches Tief, was den erneuten Konsum von Crack zur Folge hat, oft mit einer Steigerung der Dosis, denn es entsteht bei mehrmaligem Konsum eine Toleranzentwicklung. Das bedeutet: Um denselben Effekt zu erzielen, muss die Dosis gesteigert werden. Das wiederum vergrößert das Abhängigkeitspotenzial. Beim Crackkonsum tritt die körperliche und seelische Abhängigkeit sehr schnell ein, extremer als bei Nikotin und Heroin. Bereits einmaliger Konsum kann abhängig machen. Eine Überdosierung von Crack kann eine Atemlähmung und den Herzstillstand zur Folge haben.

Entzugserscheinungen

Da die Wirkung von Crack vergleichsweise schnell, schon nach etwa 15 Minuten nachlässt, ist das Verlangen nach einer neuen Dosis („Craving“) bei den Konsumenten permanent vorhanden. Wird dem Körper diese nicht zugeführt, fällt der Betroffene in ein psychisches Tief. Einsamkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen und soziale Vereinsamung bis hin zu Charakterveränderungen können die Folge sein. Körperliche Reaktionen können sein: 

  • Mattigkeit und Müdigkeit
  • Muskelzucken, Zittern, Schüttelfrost
  • Jucken der Haut
  • Kreislaufbeschwerden

Schäden langfristigen Konsums

Wird Crack über einen längeren Zeitraum geraucht, führt das nicht nur zur Abhängigkeit. Auch Schäden an Körper und Geist sind die Folge, zum Beispiel:

  • Zahnausfall
  • Lungenschäden
  • Bluthochdruck
  • Appetitlosigkeit 
  • Abmagerung 
  • Wahnvorstellungen und Psychosen

Die sozialen und gesundheitlichen Folgen des Crackkonsums übersteigen die aller anderer gängiger Drogen wie etwa Cannabis.

Kosten und Beschaffungskriminalität

Weil Crack eine Art gestrecktes Kokain ist (ein Gemisch aus Kokainsalz und Natriumhydrogencarbonat), ist es preiswerter als reines Kokain. Die schnell auftretende Dosissteigerung führt allerdings auch schnell zu Geldmangel bei den Abhängigen. 

Ein Crack-Abhängiger kauft am Tag durchschnittlich fünf 0,1-Gramm-Cracksteine für je zehn Euro. Das führt zu Ausgaben von 50 Euro am Tag. Das fehlende Geld führt oft zur Beschaffungskriminalität. Was mit Diebstählen im eigenen Umfeld beginnt, endet oftmals mit Betrügereien im großen Stil und geht bis hin zum Dealen und zur Prostitution.

Polizeiliche Kriminalstatistik

Noch ist der Crack-Konsum in Deutschland relativ gering. Aber Experten befürchten, dass sich die Droge schnell Ausbreitung. In der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2011, herausgegeben vom Bundesministerium des Innern, sind 2.156 allgemeine Verstöße (§ 29 BtMG) mit Crack aufgeführt. Im Vorjahr waren es noch 9,8 Prozent mehr. Im Gegensatz zum illegalen Handel mit Kokain (2.777 Straftaten in 2011) verzeichnet die Polizeistatistik beim illegalen Handel mit Crack „nur“ 289 Fälle. Fasst man alle Rauschgiftdelikte, die im Jahr 2011 in Deutschland aufgedeckt wurden zusammen, beträgt die Zahl 236.478 Fälle. Den größten Teil davon machen mit 131.951 Stück Delikte rund um Cannabis aus. 13 930 Delikte gingen auf Kokain zurück, zu dem Crack gezählt wird

Mehr Informationen zum Suchtpotenzial von Crack findet man auf den Internetseiten der Ginko-Stiftung und beim gemeinnützigen Verein Suchtmittel e.V..

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