Gaffer
Als Gaffer bezeichnet man Schaulustige bei Unfällen, Unglücken oder Gewalttaten. Sie leisten selbst keine Hilfe, sondern befriedigen durch bloßes Zuschauen ihre Neugier und Sensationslust.
Gebrauchsmuster
Technische Erfindungen können als „Gebrauchsmuster“ eingetragen werden, wenn sie innovativ und gewerblich anwendbar sind und auf einer kreativen Leistung beruhen. Die maximale Schutzdauer ist um die Hälfte kürzer als bei Patenten.
Gefahrenabwehr
Der Begriff Gefahrenabwehr kennzeichnet alle Aufgaben der Polizei- und Ordnungsbehörden mit dem Ziel, Straftaten vorbeugend zu bekämpfen und Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung möglichst schnell und professionell zu beseitigen.
Gefahrenwarnanlage (GWA)
Immer mehr Hauseigentümer und Gewerbebetreibende bevorzugen multifunktionale Lösungen zur Sicherung ihres Gebäudes. Eine Möglichkeit ist der Einbau einer Gefahrenwarnanlage, die viele Schutzmaßnahmen sinnvoll miteinander kombiniert.
Gefahrenzone
Gefahrenzonen sind begrenzte Gebiete innerhalb von Großstädten, in denen die Polizei aufgrund von hohen Kriminalitätsraten jeden Bürger ohne Anlass überprüfen darf.
Geiselnahme
Bei einer Geiselnahme werden Menschen ihrer persönlichen Freiheit und körperlichen Integrität beraubt, indem der Täter sie in seine Gewalt bringt.
Geisterfahrer
Als Geisterfahrer oder Falschfahrer werden Fahrzeuge beziehungsweise Fahrer bezeichnet, die in falscher Richtung auf der Autobahn oder auf Bundesstraßen unterwegs sind. Dadurch kommt es immer wieder zu schweren Kollisionen.
Geistiges Eigentum
Geistiges Eigentum beschreibt Rechte an allen Formen von Eigentum, denen keine materiellen Güter zugeordnet sind. Geschützt sind demnach alle Produkte, die Resultat des menschlichen Geistes sind.
Geldwäsche
Als Geldwäsche wird die Einschleusung von illegal erwirtschafteten Geldern in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf bezeichnet. Geldwäsche zählt zum Deliktsbereich der Organisierten Kriminalität.
Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum
Das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) ist eine gemeinsame Kooperations- und Kommunikationsplattform der Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes. Ziel ist die Verbesserung der operativen Arbeit zur internationalen Terrorismusbekämpfung.
Genetischer Fingerabdruck
Als genetischer Fingerabdruck wird das individuelle Profil eines Menschen bezeichnet, das anhand seiner DNA mit Hilfe molekularer Marker erstellt wird. Man kann ihn dadurch identifizieren.
Gericht
Gerichte sind für die unabhängige Rechtsprechung und -pflege in einem Rechtsstaat verantwortlich. Sie sind als Judikative (rechtsprechende Gewalt) neben Legislative (Gesetzgebende Gewalt) und Exekutive (Ausführende Gewalt) Teil der Gewaltenteilung.
Geschmacksmuster
Als „Geschmacksmuster“ kann das Design eines Gegenstandes oder auch ein spezielles zweidimensionales Muster geschützt werden. Voraussetzung ist dabei eine gewisse „Eigenart“, die über bereits etablierte Designelemente hinausgeht.
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)
Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb dient dem Schutz von Verbrauchern, Mitbewerbern oder anderen Marktbeteiligten vor unseriösen geschäftlichen Handlungen. Es schützt außerdem das Interesse der Allgemeinheit an einem unverfälschten Wettbewerb.
Gewalt an Schulen
Typische Erscheinungen von Gewalt an Schulen sind verbale und körperliche Auseinandersetzungen, Erpressungen sowie Ausgrenzung oder Mobbing. Amokläufe sind die schwersten und folgenreisten Straftaten, die an Schulen begangen werden.
Gewaltambulanz
Gewaltambulanzen bieten Untersuchungen und Beratungen für Gewaltopfer an. In den Ambulanzen sind rechtsmedizinisch geschulte Ärzte tätig.
Gewaltenteilung
Gewaltenteilung bezeichnet ein Organisationsprinzip, bei dem Staatsmacht in drei Bereiche aufgeteilt wird: die Legislative (gesetzgebend), die Exekutive (ausführend) und die Judikative (rechtsprechend). Sie kontrollieren und beschränken sich gegenseitig.
Gewaltmonopol
Im Rahmen des staatlichen Gewaltmonopols ist es ausschließlich dem Staat erlaubt, physische Gewalt auszuüben oder anzuordnen. Der Staat muss sich dabei an geltendes Recht halten. Das Gewaltmonopol ist immer auf das jeweilige Staatsgebiet beschränkt.
Gewaltprävention
Unter Gewaltprävention versteht man Maßnahmen, die das gewaltfreie Zusammenleben von Menschen fördern und aufzeigen, wie man Konflikte ohne den Einsatz von Gewalt lösen kann.
Gewaltschutzgesetz
Das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) ist ein Bundesgesetz zum „zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen“, beispielsweise bei häuslicher Gewalt oder Stalking. Insgesamt regeln vier Paragraphen die Vorschriften zu dem Gesetz.
Gewerblicher Rechtsschutz
Der Gewerbliche Rechtsschutz umfasst die rechtliche Absicherung geistiger Leistungen auf gewerblichem Gebiet und sorgt im Interesse von Wirtschaft und Verbrauchern für fairen Wettbewerb.
Gewerkschaft der Polizei (GdP)
Die GdP ist eine Gewerkschaft und Berufsorganisation mit Sitz in Berlin und mit über 175.000 Mitgliedern (Stand Oktober 2014) die größte Berufsvertretung im Polizeibereich.
Glücksspielsucht
Der Fachbegriff für Glücksspielsucht lautet „pathologisches (krankhaftes) Glücksspielverhalten“. Die Zahl der Menschen mit dieser Suchtform in Deutschland steigt seit Jahren an.
Graffiti
Als „Graffiti“ bezeichnet man gestalterische Elemente, die bewusst sichtbar auf einer Oberfläche angebracht werden. Graffitis werden im Regelfall ohne Einwilligung des Eigentümers der Fläche geschrieben, gemalt und gesprüht.
Großer Lauschangriff
Als „Großer Lauschangriff“ werden akustische und optische Maßnahmen der Wohnraumüberwachung bezeichnet, die zu Zwecken der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr durch die Staatsanwaltschaft, Polizei und Nachrichtendienste durchgeführt werden.
Grundgesetz
Im Grundgesetz (GG) ist die Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland festgehalten. Es umfasst die wesentlichen staatlichen System- und Werteentscheidungen und steht über allen anderen deutschen Gesetzen.
Gruppendelinquenz
Unter Gruppendelinquenz (Delinquenz v. lat. delinquere: „sich vergehen“) versteht man gemeinschaftlich begangene Straftaten, die in einer Gruppe von mindestens zwei zusammenwirkenden Personen verübt werden.
GS-Zeichen
Das GS-Zeichen ist ein Prüfzeichen für Produktsicherheit. Man findet es bei technischen Arbeitsmitteln und Gegenständen wie Möbeln oder Textilien. Produkte mit GS-Zeichen wurden durch eine vom Staat autorisierte Prüfstelle auf ihre Sicherheit überprüft.
Gurtpflicht
Die Gurtpflicht (auch „Anschnallpflicht“) besagt, dass Personen grundsätzlich Sicherheitsgurte anlegen müssen, wenn sie in Kraftfahrzeugen fahren. Die Gurtpflicht wurde in Deutschland am 1. Januar 1976 eingeführt.