Sie sind hier > Service / Prävention kompakt 
Migrationshintergrund
Personen mit Migrationshintergrund sind alle nach 1949 nach Deutschland Zugewanderten sowie in Deutschland geborene Kinder oder Enkelkinder von Migranten, die nach 1949 in die Bundesrepublik eingewandert sind.

Definition häufig unklar 

Der Begriff „Migrationshintergrund“ hat sich in den Medien und auch in der Alltagssprache stark verbreitet, wobei die Verwendung nicht immer korrekt ist. So ist der Begriff „Mensch mit Migrationshintergrund“ nicht gleichbedeutend mit dem Begriff „Ausländer“ und auch nicht synonym mit den Begriffen „Zuwanderer“ bzw. „Migrant“, wird aber oft fälschlicherweise so verwandt. Der Migrationsstatus einer Person wird aus seinen persönlichen Merkmalen zu 

  • Zuzug, 
  • Einbürgerung, 
  • Staatsangehörigkeit und 
  • aus den entsprechenden Merkmalen seiner Eltern bestimmt. 

Laut statistischem Bundesamt zählen zu den Menschen mit Migrationshintergrund „alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborene mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“. Demnach gelten auch Menschen, die als Deutsche nach Deutschland zugewandert sind (Spätaussiedler oder zufällig im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern) als „Menschen mit Migrationshintergrund“. Deutsche mit einem ausländischen Elternteil, der niemals nach Deutschland zugewandert ist, haben jedoch nach der Definition keinen Migrationshintergrund. 

Im Jahr 2011 lebten in Deutschland insgesamt 15.962.000 (knapp 16 Mio.) Menschen mit Migrationshintergrund – rund 216.000 mehr als im Vorjahr. Die meisten davon stammen aus der Türkei (rund 3,0 Mio.), gefolgt von Polen (1,5 Mio.), der Russischen Föderation (1,2 Mio.), Kasachstan (0,9 Mio.) und Italien (0,8 Mio). (Quelle: Statistisches Bundesamt) 

Ausländerkriminalität 

Ausländerkriminalität bezieht sich auf Straftaten, die von Ausländern und Migranten begangen werden. Hin und wieder ist auch von „Migrantenkriminalität“ die Rede. Teilweise wird in der Öffentlichkeit (und den Medien) das Vorurteil vertreten, dass die Kriminalitätsrate unter Ausländern und Personen mit Migrationshintergrund besonders hoch sei. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) unterscheidet bei Tatverdächtigen lediglich zwischen Deutschen und Nichtdeutschen. Unter Nichtdeutschen definiert die PKS Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Durch diese Festlegung werden in der PKS Menschen mit Migrationshintergrund, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, als Deutsche erfasst, was die Erfassung der tatsächlichen Kriminalitätsrate von Menschen mit Migrationshintergrung extrem unsicher macht. 

Siehe auch: 

Service

Aktivitäten

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Aktuelle Ausgabe

Mit ihrem aktuellen und vielfältigen Themenspektrum, einer Mischung aus Theorie und Praxis und einem Team von renommierten Autorinnen und Autoren hat „Die Kriminalpolizei“ sich in den vergangenen Jahren einen ausgezeichneten Ruf erworben. 

Über die angestammte Leserschaft aus Polizei, Justiz, Verwaltung und Politik hinaus wächst inzwischen die Gruppe der an Sicherheitsfragen interessierten Leserinnen und Lesern. Darüber freuen wir uns sehr. [...mehr]

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Top-News

Zunehmend ermitteln Menschen privat in eigener Sache. Sie versuchen, mit Hilfe von sozialen Netzwerken ein gestohlenes Fahrrad wiederzufinden.  Andere tauschen  Informationen „rund um die...[mehr lesen]

Die gemeinsame Übung von Polizei und Bundeswehr ist nach Meinung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine erfolgreiche Antiterror-Übung gewesen und sollte bei Gelegenheit wiederholt werden....[mehr lesen]

Meist gelesene Artikel

RSS Feed PolizeiDeinPartner.de

Aktionsmonat zum sicheren und altersgerechten Surfen
Neuer klicksafe-Onlinekurs verfügbar
DGUV-Suchtprävention in Berufsschulen
Wie die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt, wurden 2018 mit 5.555.520 Fa?llen deutlich...
Im Zuge der so genannten Flüchtlingskrise wurde das Internet in den vergangenen Jahren zunehmend...