Sie sind hier > Service / Prävention kompakt 
Kampfmittelräumdienst
Der Kampfmittelräumdienst beseitigt Kampfmittel wie Waffen, Munition und Bomben, die nach dem Zweiten Weltkrieg nicht fachmännisch entsorgt wurden. Zu den Hauptaufgaben gehört die Entschärfung von Blindgängern.

Gefahren 

Auch Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Deutschland immer noch alte Kampfmittel gefunden. Nach Angaben des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein wird allein die Menge der in deutschen Meeresgewässern lagernden konventionellen Kampfmittel auf bis zu 1,6 Millionen Tonnen geschätzt. Alterungserscheinungen wie Korrosion machen Bomben und Munition zu einer unberechenbaren Gefahr für die Bevölkerung. Daher ist die Kampfmittelbeseitigung eine wichtige Aufgabe der Gefahrenabwehr. 

Definition und Organisation 

Die „Arbeitshilfe Kampfmittelräumung“ des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung definiert Kampfmittel als „gewahrsamslos gewordene, zur Kriegsführung bestimmte Gegenstände und Stoffe militärischer Herkunft und Teile solcher Gegenstände, die 

  1. Explosivstoffe oder Rückstände dieser Stoffe enthalten oder aus Explosivstoffen oder deren Rückständen bestehen, 
  2. Chemische Kampf-, Nebel-, Brand- oder Reizstoffe oder Rückstände dieser Stoffe enthalten oder 
  3. Kriegswaffen oder wesentliche Teile von Kriegswaffen sind.“ 

Die Organisation der Kampfmittelräumdienste liegt bei den Innenministerien der einzelnen Bundesländer. Diese haben meist eigene „Kampfmittelverordnungen“, die festlegen, wer in welcher Form dafür zuständig ist – das können etwa die Polizei, die Feuerwehr oder auch andere Behörden sein. 

Aufgaben 

Zu den Aufgaben der Kampfmittelräumdienste gehören im Einzelnen: 

  • Die Ermittlung der Kampfmittelbelastung im jeweils zuständigen Bereich (u. a. Vorab-Prüfung von Baugrundstücken, Auswertung von Luftaufnahmen der Alliierten aus dem Zweiten Weltkrieg, die zeigen, wo in Deutschland schwerpunktmäßig Kampfmittel abgeworfen wurden). 
  • Die Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Kampfmittelbeseitigung. 
  • Die Bergung und Entschärfung von Kampfmitteln. 
  • Die Beförderung und Lagerung geborgener Kampfmittel bzw. deren Entsorgung oder Vernichtung. 
  • Die Nachweisführung von geräumten oder besonders belasteten Gebieten. 
Siehe auch: 

Service

Aktivitäten

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Aktuelle Ausgabe

Mit ihrem aktuellen und vielfältigen Themenspektrum, einer Mischung aus Theorie und Praxis und einem Team von renommierten Autorinnen und Autoren hat „Die Kriminalpolizei“ sich in den vergangenen Jahren einen ausgezeichneten Ruf erworben. 

Über die angestammte Leserschaft aus Polizei, Justiz, Verwaltung und Politik hinaus wächst inzwischen die Gruppe der an Sicherheitsfragen interessierten Leserinnen und Lesern. Darüber freuen wir uns sehr. [...mehr]

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Top-News

Zunehmend ermitteln Menschen privat in eigener Sache. Sie versuchen, mit Hilfe von sozialen Netzwerken ein gestohlenes Fahrrad wiederzufinden.  Andere tauschen  Informationen „rund um die...[mehr lesen]

Die gemeinsame Übung von Polizei und Bundeswehr ist nach Meinung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine erfolgreiche Antiterror-Übung gewesen und sollte bei Gelegenheit wiederholt werden....[mehr lesen]

Meist gelesene Artikel

RSS Feed PolizeiDeinPartner.de

Wie die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt, wurden 2018 mit 5.555.520 Fa?llen deutlich...
Im Zuge der so genannten Flüchtlingskrise wurde das Internet in den vergangenen Jahren zunehmend...
Ob am Bahnhof, am Flughafen, in Einkaufszentren, bei der Bewachung von Asyl-Unterkünften oder im...
Sobald Kinder eingeschult werden, sind sie häufig das erste Mal eigenständig im Straßenverkehr...
Die Polizei nahm im Jahr 2018 etwa 2,6 Millionen Unfälle auf. Das sind rund 7.000 weniger als noch...