Sie sind hier > Service / Prävention kompakt 
Totschlag
Totschlag bezeichnet die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die weder die Kriterien für Mord, noch die für fahrlässige Tötung erfüllen.

Definition und Abgrenzung zum Mord 

Laut Paragraph 212 ist Totschläger, „wer einen Menschen tötet ohne Mörder zu sein“. Demnach unterscheidet sich Totschlag vom Mord durch das Fehlen von Beweggründen bzw. so genannten Mordmerkmalen wie Mordlust, Habgier oder Rache. Dennoch ist das Verhältnis zwischen Mord und Totschlag umstritten. Eine Ansicht vertritt die Auffassung, dass Totschlag das Grunddelikt und Mord als „qualifizierter Totschlag“ zu beurteilen ist. Eine andere Auffassung (u. a. die Gerichte) vertritt die Ansicht, dass Mord ein eigenständiges Delikt ist. Ein Beispiel für Totschlag ist etwa eine Schlägerei, bei der der Täter sein Opfer durch Tritte gegen den Kopf tötet. Der Täter mag zwar keine Beweggründe gehabt und aus der Situation heraus gehandelt haben, dennoch hat er vorsätzlich getötet, da er damit rechnen musste, dass er sein Opfer durch die Tritte möglicherweise umbringt. Totschlag wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 5 Jahren bestraft – in besonders schweren Fällen werden auch lebenslange Freiheitsstrafen verhängt. 

Abgrenzung zur fahrlässigen Tötung bzw. Körperverletzung mit Todesfolge 

Totschlag ist ebenfalls vom Tatbestand der fahrlässigen Tötung abzugrenzen. Während Totschlag (wie Mord) eine vorsätzliche Tötung bezeichnet, versteht man unter fahrlässiger Tötung das unbeabsichtigte Zutodekommen eines anderen Menschen, etwa durch Unachtsamkeit oder das Vernachlässigen von Sicherheitsmaßnahmen. Der Tatbestand „Körperverletzung mit Todesfolge“ liegt vor, wenn der Täter zwar eine Verletzung beabsichtigt hat, sein Opfer aber nicht töten wollte. 

Siehe auch: 

Service

Aktivitäten

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Aktuelle Ausgabe

Mit ihrem aktuellen und vielfältigen Themenspektrum, einer Mischung aus Theorie und Praxis und einem Team von renommierten Autorinnen und Autoren hat „Die Kriminalpolizei“ sich in den vergangenen Jahren einen ausgezeichneten Ruf erworben. 

Über die angestammte Leserschaft aus Polizei, Justiz, Verwaltung und Politik hinaus wächst inzwischen die Gruppe der an Sicherheitsfragen interessierten Leserinnen und Lesern. Darüber freuen wir uns sehr. [...mehr]

30 Jahre "Die Kriminalpolizei"

Die Kripo – wie wir sie intern gern nennen – feiert mit dieser Ausgabe ihren 30. Geburtstag. Nicht von Anfang an, aber seit 1999 begleitet der VERLAG DEUTSCHE POLIZILITERATUR die „Kripo“. Und sie ist uns nicht nur als Fachzeitschrift des Verlags der Gewerkschaft der Polizei sehr ans Herz gewachsen. Gerade die redaktionell hochwertigen Artikel aus Wissenschaft und Praxis in Kombination mit einer fachkompetenten und sehr engagierten Redaktion machen das Verlegen dieses Fachmagazins leicht.  [zu den Jubiläumsseiten als PDF]

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Top-News

Zunehmend ermitteln Menschen privat in eigener Sache. Sie versuchen, mit Hilfe von sozialen Netzwerken ein gestohlenes Fahrrad wiederzufinden.  Andere tauschen  Informationen „rund um die...[mehr lesen]

Die gemeinsame Übung von Polizei und Bundeswehr ist nach Meinung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine erfolgreiche Antiterror-Übung gewesen und sollte bei Gelegenheit wiederholt werden....[mehr lesen]

Meist gelesene Artikel

RSS Feed PolizeiDeinPartner.de

Sogenannte „Legal Highs“ werden als Badesalze, Lufterfrischer oder Kräutermischungen deklariert und...
Gefahren, Störungen und Straftaten in Zusammenhang mit Fußballspielen verlagern sich auf den...
Der Drogen- und Suchtbericht 2017 der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zeigt: 7,8 Millionen...
Sicherheitsstörungen und gewalttätiges Verhalten durch Fußballfans bewegen sich seit Jahren auf...
Instant-Messaging-Dienste erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Mittlerweile tauschen sich 95...