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Raub
Bei einem Raub nimmt der Täter einer anderen Person eine fremde bewegliche Sache weg – mit der Absicht, sie sich rechtswidrig anzueignen. Vom Diebstahl hebt sich der Raub durch den Einsatz von Gewalt oder massiven Drohungen ab.

Raubdelikte nehmen in der polizeilichen Kriminalstatistik 2012 einen wichtigen Platz ein: 48.711 Taten wurden hier angeführt, ein Rückgang von knapp eineinhalb Prozent gegenüber dem Vorjahr. Straftaten aus dieser Gruppe stellen etwa ein Viertel aller Delikte aus dem Bereich der Gewaltkriminalität dar. Dabei liegt die Aufklärungsquote mit etwas über 50 Prozent um einiges niedriger als jene der anderen Gewaltdelikte wie der gefährlichen und schweren Körperverletzung oder der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung. Dort liegen die Quoten über 80 Prozent, bei Mord und Totschlag sogar über 95 Prozent. 

Gefährdung für Jugendliche und Heranwachsende 

Die Paragrafen 250 bis 256 im Strafgesetzbuch beschreiben die verschiedenen Tatbestände genauer. Prinzipiell liegt die Strafuntergrenze bei einem Jahr Haft, bei schwereren Formen wie etwa dem bewaffneten Raub sogar bei fünf Jahren. Die Obergrenze reicht von fünf bis zu zehn Jahren. Jugendliche und Heranwachsende sind überproportional oft von Raubdelikten betroffen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung werden statistisch 54 von 100.000 Einwohnern ausgeraubt. Bei Jugendlichen liegt die Zahl pro 100.000 dieser Bevölkerungsgruppe bei knapp 170, bei Heranwachsenden sogar bei 200. Eine andere Besonderheit beim Raub: Zwei Drittel der Opfer sind männlich. 

Straßenraub – Domäne junger Männer 

Die häufigste Form der Deliktgruppe ist der Straßenraub. Dabei zielen die Täter nicht nur auf Bargeld oder hochwertige Güter wie Smartphones oder Schmuck, sondern auch auf scheinbar wertlose Objekte des Alltagsgebrauchs wie Schreibwaren oder Zigaretten. Dieses Verhalten kann damit erklärt werden, dass die Täter immer jünger werden und überwiegend männlich sind. Neben der Bereicherungsabsicht zählen in dieser Gruppe oft auch reines Imponiergehabe oder Langeweile zu den Motiven, die die jugendlichen Räuber zu ihren Taten bewegen. In Großstädten ist auch der Handtaschenraub weiterhin stark verbreitet. Die Täter, oft Jugendliche oder sogar noch im Kindesalter, schlagen dabei vor allem an dunklen, schlecht beleuchteten Orten zu, etwa in Parks oder kleinen Nebenstraßen. Eine besonders starke Zunahme verzeichneten in der Kriminalstatistik für das Jahr 2012 bei Raubüberfällen auf Wohnungen: Mehr als 3.000 Fälle wurden registriert – eine Steigerung von beinahe vier Prozent. 

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