Warten auf Gesetzgeber: Opfer sexuellen Missbrauchs

Ein Jahr nach dem Ende des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ und ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, seinen ersten Jahresbericht vorgelegt. Sein Fazit ist ernüchternd: Das geplante Gesetz, mit dem die Rechte der Opfer gestärkt werden sollen, liegt derzeit im Rechtsausschuss des Bundestags. Der Entwurf sieht unter anderem längere zivilrechtliche Verjährungsfristen vor. Wenn das Gesetz nicht vor der Sommerpause verabschiedet wird, muss der Entwurf nach der Bundestagswahl neu eingebracht werden.

Rörig bedauerte, dass der 100-Millionen-Euro-Fonds nicht aufgelegt worden sei, aus dem Betroffene entschädigt werden sollen. Die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern seien ins Stocken geraten. Er hoffe, dass der Fonds im Februar kommenden Jahres wie geplant vorgestellt wird. http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=30#pk_121206

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