
|
Gescheitert: Bundesweite Studie Gewalt gegen
Grundsätzlich waren die Innenminister sich einig: Gewalt gegen Polizisten hat zugenommen. Die Gründe dafür müssen analysiert und das Phänomen auf dieser Grundlage bekämpft werden. Allerdings gab es bei der Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder in Bremen im Dezember dieses Jahres Differenzen in Bezug auf die richtigen Wege zum gewünschten Ergebnis. Ein Entwurf des geplanten Forschungsprojektes des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen geriet in die Kritik, weil dort auch lebensgeschichtliche Details der befragten Polizisten Rolle abgefragt werden sollten. Auch die Frage, ob der gesetzliche Strafrahmen zur Ahndung von Gewalt gegen Polizisten noch zeitgemäß sei, wurde nicht einheitlich gesehen. Nun sollte der AK II ein Konzept entwickeln, das die Vorlage eines aktuellen und bundesweit einheitlichen Lagebildes ermöglicht. Die GdP wollte diese Studie mit einem zusätzlichen wissenschaftlichen Projekt ergänzen und durch das Kriminologische Forschungsinstitut in Hannover (KFN) näher untersuchen lassen, welche Schutzmaßnahmen Polizeibeamtinnen und -beamte selbst für erforderlich halten und wie durch Gewalttäter verletzte Polizistinnen und Polizisten nachträglich betreut wurden. Nachdem einzelne Länderpolizeien und die Polizei des Bundes die Teilnahme an der Studie abgesagt haben, sieht es mit dem „bundesweit einheitlichen Lagebild“ schlecht aus. Statt dessen ist vorerst weiterhin „Stochern im Nebel“ angesagt. Mehr News unter: http://www.kriminalpolizei.de/articles,wichtiges_in_kuerze,1,256.htm Drucken | 15-12-2009, 10:49:00 | Admin
|