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Finanzkrise: Dritte Welt stabilisieren
Vor dramatischen möglichen Folgen der internationalen Finanzkrise warnt EU-Entwicklungskommissar Louis Michel. Es wäre falsch und zynisch, die Krise als Vorwand zu nehmen, um Entwicklungshilfe zusammenzustreichen, sagte Michel gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Wenn die Menschen in den Armutsregionen des Südens keinen Ausweg aus Armut, Krankheit und Ungerechtigkeit sähen, werde der internationale Terrorismus daraus neue Kraft schöpfen, prophezeite Michel. Die Sicherheit der westlichen Welt werde dadurch massiv gefährdet. Deshalb müsse in der Krise "mehr als jemals zuvor" in die Dritte Welt investiert werden - "sonst weiß ich nicht, ob wir die Kraft haben, uns des Terrorismus zu erwehren."
Jetzt sei der Moment gekommen, die Welt neu zu ordnen, sagte Michel. Er appellierte an den Westen, das eigene Gewicht offensiver zu verteidigen. „Wenn wir unseren Einfluss behalten wollen, müssen wir uns gegen Hunger und Armut stärker engagieren." Andernfalls würden sich viele arme Länder in ihrer Not an "andere Mächte" wenden. China etwa habe sich bereits in Afrika festgesetzt. "Wenn wir ehrlich sind, sind wir schon verdammt spät dran." Mehr unter www.sueddeutsche.de/politik/565/314464/text/
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http://www.kriminalpolizei.de/articles,wichtiges_in_kuerze,1,226.htm
Drucken | 15-12-2008, 15:42:00 | Admin
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